Iaido

Iaido, der „Weg des Hier-seins in der Begegnung“, ist eine Kunst, die aus dem Iai-Jutsu hervorgegangen ist, den alten überlieferten Übungsformen für den Kampf mit dem Schwert. Iaido bedeutet heutzutage nicht mehr nur Kampf und  Sieg über den Gegner, sondern höchstmögliche Konzentration und Körperbeherrschung und damit letztendlich den Sieg über sich selbst.“

 

2017-09-21-598_kleinSchwertkampfkunst der Samurai

Entstanden ist die Kunst des Iaido im Japan des 15. und 16. Jahrhunderts und wurde in verschiedenen Schulen und Stilrichtungen praktiziert. Ein heutiger Iaidoka trainiert noch immer die alten überlieferten Waffenübungen und Formen, welche die Samurai ohne Partner übten, um sie dann – nach der Vervollkommnung – im Zweikampf anzuwenden. Die Praxis dieser Kampfkunst erfordert einen ernsthaften Geist sowie äußerste Konzentration, Körperbeherrschung und Gefühl.

Man sagt, das Schwert ist wie der Geist dessen, der es führt. Besitzt der Samurai einen aufrechten Geist, führt er auch ein aufrechtes Schwert!

Iaido zu betreiben, bedeutet verbunden zu sein mit der Tradition der jahrhundertealten Schwertkampfkunst der Samurai. Diese Tradition möchten wir mit den dabei charakterbildenden Werten wie Aufrichtigkeit, Respekt, Höflichkeit, Bescheidenheit und Selbstdiziplin, wie sie einst weitergereicht wurden, fortsetzen.

Die ruhigen und konzentrierten Körperbewegungen, die im Einklang mit dem Schwert ausgeführt werden, trainieren dabei auf ganz hervorragende Weise Körper und Geist.

Iaidô Lehrer JörgDer Einstieg ins Iaido

Am Anfang wird mit dem japanischen Holzschwert (Bokuto oder Bokken) geübt. Nach einiger Zeit wird dieses durch ein Übungsschwert aus Metall (Iaito) ersetzt. Dieses entspricht in seinem Äußeren (Form, Länge und Gewicht) dem japanischen Schwert (Katana), ist jedoch ungeschliffen, d.h. besitzt keine scharfe Klinge. Ernste Verletzungen sind daher bei der Ausübung von Iaido ausgeschlossen. Damit das auch so bleibt, ist das Training mit angeschliffenen oder gar scharfen Schwertern in unserem Dojo ausnahmslos untersagt!

Als Bekleidung trägt der Iaidoka traditionell eine Jacke (Iaidogi), ggf. noch eine Unterziehjacke (Hadagi), einen etwa 7-9 cm breiten und 4m langen Gürtel (Obi) und einen Hosenrock (Hakama). Die Kleidung allein gibt keine Auskunft über die Graduierung, sondern allein das Können und der Umgang mit dem Schwert beurteilen nach Meister- oder Schülergrad. Für die Anfangsphase reicht ein einfacher Judo-/Karategi oder Sportbekleidung. Sportschuhe sind nicht nötig, da grundsätzlich barfuß oder ggf. in der kälteren Jahreszeit mit Tabi (trad. jap. Fußbekleidung) trainiert wird.

Zen Nihon Iaido Renmei

Das TENDOKAN STADE e.V. ist über die Europa-Shibu, die sich wiederum in die Shikoku-Shibu gliedert, dem Gesamtjapanischen Iaido-Verband (Zen Nihon Iaido Renmei, kurz: Z.N.I.R) angeschlossen.

Unterrichtet wird traditionelles japanisches Iaido, wie es vom gegenwärtigen 23. Großmeister der Muso Jikiden Eishin Ryu, Fukui Soke, gelehrt wird.

Motomu Tanaka Sensei (9. Dan Hanshi) und  Patrick Fehr Sensei (8. Dan Kyoshi)

Unser Dojo ist sehr stolz darauf und sich seiner Verantwortung bewusst, dass der japanische Iaido-Großmeister Motomu Tanaka Sensei (9. Dan Hanshi) regelmäßig im Rahmen seiner Deutschland-Besuche unser Dojo aufsucht, um hier in Stade diese japanische Kampfkunst zu unterrichten. Insbesondere halten wir aber den „engen Draht“ zu seinem direkten Schüler und unserem Verbands-Cheftrainer, Patrick Fehr Sensei (8. Dan Kyoshi), welcher im Rahmen von regelmäßigen Lehrgängen Unterricht in unserem Dojo gibt.